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21. März 2019

Patienten transportieren mit einem Klick

 

 Über ein Smartphone erhalten die Mitarbeiter des Patiententransports in der Klinik am Eichert ihren nächsten Auftrag. Foto: Alb-Fils-KlinikenÜber ein Smartphone erhalten die Mitarbeiter des Patiententransports in der Klinik am Eichert ihren nächsten Auftrag. Foto: Alb-Fils-Kliniken

Kreis Göppingen. Termintreu, zeitsparend und transparent für alle Beteiligten sollen die Transporte innerhalb des Krankenhauses sein. Das hat sich Steffen Szlamma, Leiter der Logistik in den Alb-Fils-Kliniken, auf die Fahne geschrieben. Um seine Mitarbeiter bei diesem Vorhaben zu unterstützen, ist seit November letzten Jahres eine Software im Einsatz, die die Transporte selbständig steuert. Jetzt werden Patiententransporte, leere Betten sowie einzelne Materialien nicht mehr per Telefon, sondern per Mausklick angefordert. 

Wo in der Klinik am Eichert früher der Transportdienst per Telefon gerufen wurde, braucht es dank der neuen Software jetzt nur wenige Mausklicks. Die Ziele der Modernisierung: kürzere Patientenwartezeiten, einsehbare Transporttermine in Echtzeit sowie eine schnelle Erreichbarkeit und optimale Auslastung des Transportdienstes. „Dank des neuen Systems können wir jeden der täglich bis zu 500 anfallenden Aufträge schnell und termingerecht erledigen. Damit verkürzen sich auch die Wartezeiten der Patienten erheblich“, erklärt Steffen Szlamma. Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer der Kliniken ergänzt: „Im vergangenen Jahr haben unserer Mitarbeiter insgesamt 120.000 ambulanten und 33.000 stationären Patienten versorgt. In einem so großen Krankenhaus spielt Effizienz daher eine tragende Rolle. Dank des neuen Systems gewährleisten wir eine erstklassige Qualität der Patientenversorgung mit den gleichen Mitteln bei stetig steigenden Anforderungen.“ 

Und so funktioniert es jetzt: Die Buchung und Auftragserteilung der Transporte erfolgt über eine vollautomatische Leitstelle, die sämtliche Funktionsbereiche und Stationen miteinander vernetzt. Einen Transport beantragen die Mitarbeiter der Stationen über den PC. Eine Eingabemaske poppt auf, in die beispielsweise eingetragen werden muss, ob der Patient sich im Rollstuhl oder Bett befindet oder ob er selbständig gehen kann. Anschließend weist das System einem Transportmitarbeiter den Auftrag zu. Dabei berücksichtigt die Software nicht nur festgelegte organisatorische und technische Rahmenbedingungen, sondern auch aktuelle Einsatzinformationen wie den letzten Standort des Mitarbeiters und die Art des Transportmittels. „Das heißt, auch die Laufwege werden berücksichtigt und maximal reduziert“, so Szlamma. Der Auftrag erreicht den Transportdienst innerhalb weniger Sekunden auf einem Smartphone. „Der ein oder andere Patient war schon verwundert, warum unserer Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit so intensiv mit dem Handy beschäftigt sind“, schmunzelt Szlamma. Er kann aber beruhigen: „Die Smartphones sind reine Arbeitsgeräte, die wir speziell für diesen Zweck angeschafft haben.“ 

Mit dem Auftrag an den Transportdienst meldet das System auch der Pflegekraft, wann genau der Mitarbeiter eintreffen wird. Das heißt, der Patient kann entsprechend vorbereitet werden – es entstehen keine Wartezeiten oder Verzögerungen. Zusätzlich erhält auch die Funktionsabteilung, wie beispielsweise die Röntgenabteilung, einen Hinweis, wann genau der Patient bei ihnen eintreffen wird und kann die Untersuchung entsprechend einplanen. Führt der Transporteur den Auftrag aus, meldet er sowohl den Beginn der Ausführung als auch deren Beendigung über sein mobiles Gerät. Damit ist das System immer auf dem aktuellsten Stand, was Standort der Mitarbeiter und Transportdauer anbelangt. Weitere Aufträge können entsprechend eingeplant werden. Szlamma ist begeistert: „Jetzt, wo sich alles eingespielt hat, greifen die einzelnen Komponenten wie Zahnräder ineinander. Das bedeutet eine optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen.“ Auch in der Helfenstei-Klinik in Geislingen soll das neue System bis Mitte des Jahres eingeführt werden.
4.3.19 unser-stauferland.de

 

Strahlentherapie an Klinik erneut ausgezeichnet

 

Kreis Göppingen. Erneut hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg die Strahlentherapie der Alb-Fils-Kliniken für ihre hohe Qualität und Sicherheit ausgezeichnet. Damit erhalten die Klinik für Radioonkologie sowie das Radio-Onkologicum MVZ für Strahlentherapie von Chefarzt Professor Gerd Becker bereits zum fünften Mal in Folge die Bestnote 1,0 und gelten somit als so genanntes Vorzeige- und Referenzzentrum. Für die Patienten bedeutet dies, dass sie eine Behandlung mit hohen Qualitätsstandards erhalten, die ständig überprüft, angepasst und dokumentiert wird. „Wir freuen uns über das sehr gute Ergebnis“, zeigt sich Professor Becker zufrieden. „In unserer Klinik stehen optimal aufeinander abgestimmte Geräte der neuesten Generation zur Verfügung mit denen hochpräzise Behandlungen durchgeführt werden können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese medizintechnischen Möglichkeiten in optimaler Weise für jeden einzelnen Patienten zu nutzen – auch in enger Abstimmung mit weiteren Fachrichtungen“, so der Strahlenexperte.
20.2.19
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Landfrauen spenden für Grüne Damen

 

Kreis Göppingen. Mit einem Lächeln Schmerzen lindern und mit Worten Trost spenden – dafür sind die Grünen Damen und Herren der Alb-Fils-Kliniken bekannt. Ihren Einsatz wissen die Patienten sehr zu schätzen. Der Landfrauenverein Gingen bestätigt dies nun mit einer Spende von 150 Euro. Erika Pressmar, Vorsitzende des Landfrauenvereins Gingen: „Mit der Spende möchten wir den ehrenamtlichen Helfern gerne Danke sagen. Einige von uns haben bei Aufenthalten in der Klinik erfahren dürfen, wie wertvoll dieser Dienst ist. Wie gut, dass es sie gibt.“ Während es die Grünen Damen und Herren in Göppingen bereits seit 1984 gibt, feiern die ehrenamtlichen Helfer in Geislingen Ende Februar ihren sechsten Geburtstag. Der Begleit- und Besuchsdienst der Grünen Damen unterstützt die Patienten im Krankenhausalltag, begleitet zu Untersuchungen, erledigt kleine Einkäufe innerhalb des Hauses oder besucht die Patienten auf Station. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit ergänzen sie die pflegerische Versorgung durch persönliche Betreuung und Zuwendung.
19.2.19
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Staatsanwaltschaft bestätigt fünf Todesfälle durch VRE-Erreger

 

Kreis Göppingen. Die Staatsanwaltschaft Ulm hat das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung nach Ausbruch des VRE-Erregers in der Klinik am Eichert in Göppingen eingestellt. Im Zeitraum vom 12. März 2017 bis zum 16.Januar 2018 kam es in der Klinik am Eichert in Göppingen im Zusammenhang mit dem wiederholten Ausbruch eines Stammes Vancomycin-resistenter Enterokokken (kurz: VRE-Erreger) zu fünf Todesfällen. Die Prüfung, ob die Infektionen durch Fehler bei der Behandlung oder Pflege der Patienten eintraten, war Gegenstand mehrerer Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Ulm. Die Klinik hatte bisher immer von zwei Todesfällen auf Grund des VRE-Erregers gesprochen.

Trotz umfangreicher kriminalpolizeilicher Ermittlungen und der Hinzuziehung von Sachverständigen konnte nicht mehr nachvollzogen werden, wann und wie die Patienten sich die VRE-Infektionen zugezogen ist. Zudem musste bei den schwerkranken Patienten offenbleiben, ob die VRE-Infektionen ursächlich für deren Tod war. 

„Da schon die Infektionswege nicht sicher geklärt werden konnten war auch nicht festzustellen, ob die Infektionen durch das Klinikpersonal oder organisatorische Maßnahmen der Klinikleitung hätten verhindert werden können. Die Ermittlungsverfahren waren daher einzustellen“, so die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung.
16.2.19
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Pflegefachkräfte aus Süditalien arbeiten nun im Christophsbad

 

Göppingen. Freude bei allen Beteiligten: Dankbarkeit über die freundliche Begrüßung und einen sicheren Arbeitsplatz bei den jungen Italienerinnen, Freude über die ersehnte Unterstützung bei den Pflegeteams. Erneut konnte das Klinikum Christophsbad drei Pflegefachkräfte aus Süditalien in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund e.V. gewinnen. 80 Prozent der seit 2013 angeworbenen Fachkräfte arbeiten noch heute im Klinikum Christophsbad. 

Die dreitägigen, intensiven Vorstellungsgespräche fanden im November in Neapel statt. Seit Dezember ist die Gruppe, zu der auch weitere Pflegefachkräfte für andere Krankenhäuser gehören, in Stuttgart und verbessert ihre Deutschkenntnisse. „Bereits zum dritten Mal in den letzten sechs Jahren nutzen arbeitssuchenden Fachkräfte aus Süditalien und baden-württembergische Kliniken die Chancen im bilateralen europäischen Ausgleich, denn Pflegefachkräfte sind in Deutschland allseits hoch begehrt“, erklärt Bernhard Wehde, Geschäftsführer (Sprecher) des Klinikums Christophsbad. 

„Von den zehn Fachkräften die wir 2013 und 2014 gewonnen haben, sind heute noch acht bei uns im Haus tätig“, so Roland Gutt, Personalchef im Christophsbad. „Das ist eine sehr gute Quote und spricht sowohl für die Mutigen, die diesen grenzüberschreitenden Sprung wagten, als auch für die Integrationsfähigkeit unserer Pflegeteams. Dieses Jahr hat uns zudem eine unserer italienischen Kolleginnen bei den Vorstellungsgesprächen unterstützt, die selbst zum ersten Jahrgang zählte.“

 

„Die Vorbereitungszeit dauert in der Regel mindestens eineinhalb Jahre, diese zu beschleunigen gefährdet den Erfolg“, sagt Pflegedirektorin Birgit Gambert. Nachdem die neu angekommenen drei Italienerinnen intensiv Deutsch gelernt haben, können sie sich Ende März 2019 einer Sprachprüfung stellen, um nachzuweisen, dass sie als ersten Schritt den B1-Sprachlevel erreicht haben. Erst danach starten sie zunächst als Pflegehilfskräfte im Christophsbad und besuchen berufsbegleitend Deutschkurse bis zum Sprachzertifikat B2. Mit diesem erhalten sie die deutsche Berufsurkunde ausgestellt und können nun offiziell als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten.

 

„Eigene Ausbildung, heimischer und europäischer Arbeitsmarkt - dies sind die Quellen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Pflegedirektorin Birgit Gambert. Das Christophsheim als praktischer Ausbildungsträger bildet zehn Altenpflegekräfte pro Jahr in Kooperation mit dem Klinikum Christophsbad aus. Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen werden in einem neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt. Die neuen Pflegeausbildungen beginnen im Jahr 2020. „Zeitgleich planen wir unsere Ausbildungskapazität zu erhöhen“, betont Geschäftsführer Bernhard Wehde.

 

Ich suchte zu Hause in Italien nach einer Stelle, bewarb mich auch bei deutschen Krankenhäusern und schloss zunächst einen Vertrag mit einer Klinik aus dem Stuttgarter Raum ab“, berichtet Francesca Gallizi, ausgebildete Kinderkrankenschwester. Sechs Monate lang besuchte Frau Gallizi Deutschkurse in Stuttgart, acht Stunden pro Tag, fünf Tage die Woche. „Als Gruppe von etwa 20 Italienern wohnten wir zusammen in einem Hotel und hatten Verträge mit unterschiedlichen Krankenhäusern. Aufgrund der guten Erfahrungen meiner italienischen Kollegen habe auch ich mich im Klinikum Christophsbad beworben“, erzählt Gallizi. Sie arbeitet seit 2014 in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP) im Klinikum Christophsbad.
18-2-19

 

 

AOK widerspricht Physiotherapeuten

Kreis Göppingen. Patienten, die von einem Physiotherapeuten behandelt werden müssen, warten nicht vier Wochen oder länger auf einen Termin. Die AOK Neckar-Fils widerspricht den Aussagen im Bericht „Physiotherapeuten arbeiten am Limit“. „Nach unseren Erkenntnissen bewegt sich die Zeit zwischen Verordnung und Inanspruchnahme einer physiotherapeutischen Maßnahme für AOK-Versicherte im Land unter den 14 Kalendertagen, die die Heilmittel-Richtlinie vorsieht“, so AOK-Sprecher Jörg Portius. Die Zahl der zugelassenen Heilmittelerbringer in Baden-Württemberg sei im Verlauf der letzten Jahre ebenfalls stabil geblieben.

Die AOK sieht auch keine Notwendigkeit, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um die Ausbildung von Physiotherapeuten attraktiver zu gestalten. Die Krankenkassen in Baden-Württemberg stellen den Kliniken im Land 2019 über 340 Millionen für die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften an Kliniken (darunter auch Physiotherapeuten) zur Verfügung, so Portius weiter. Die AOK Baden-Württemberg trage daran mit über 150 Millionen Euro den Löwenanteil und habe somit einen maßgeblichen Anteil an der Finanzierung der Gesundheitsfachberufe. „Zudem erhalten betrieblich-schulisch Auszubildende ab 2019 – darunter auch Physiotherapeuten – eine Ausbildungsvergütung“ so der AOK-Sprecher.

Die AOK Baden-Württemberg habe zudem mit den Berufsverbänden zwischen 2017 und 2020 Vergütungserhöhungen von rund 30 Prozent im Bereich der Physiotherapie vereinbart. „Die Höhe des Gehaltes wird aber zwischen Praxisinhaber und Angestellten vereinbart“, ergänzt Portius. Zu der im Bericht aufgeworfenen Frage, was aus dem wohl mal angedachten Blanco-Rezept-Modellversuch (der Arzt verschreibt Physio, der Therapeut aber entscheidet, was gemacht werden muss) geworden ist, teilt die AOK mit, dass der Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD zum Entwurf eines Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG) zum Thema Heilmittel vom 4. Dezember 2018 vorsieht, die „Heilmittelversorgung mit erweiterter Versorgungsverantwortung“ in die Regelversorgung zu übernehmen.

Im Bericht „Physiotherapeuten arbeiten am Limit“ hatten mehrere Physiotherapeuten aus dem Landkreis Göppingen über den leergefegten Arbeitsmarkt in ihrer Branche geklagt und unter anderem dafür die (finanziellen) Hürden bei der Ausbildung und die schlechte Bezahlung verantwortlich gemacht. Die Befragten erklärten auch, dass von dieser Situation nicht nur Praxen im Landkreis Göppingen betroffen sind, sondern deutschlandweit der Berufsnachwuchs fehlt.
19.2.19 unser-stauferland.de

 

 

 

Physiotherapeuten arbeiten am Limit

 

Kreis Göppingen. Wer einen Termin beim Physiotherapeuten braucht, der muss sich in Geduld üben. Eine Wartezeit von vier Wochen und mehr ist keine Seltenheit. Einer der Gründe: In den physiotherapeutischen Praxen fehlen Mitarbeiter und das vorhandene Personal arbeitet seit langem am Limit. 

In den physiotherapeutischen Praxen herrscht Alarmstimmung. Es fehlt vorne und hinten an Personal und der Markt ist wie leergefegt. „Wir haben offene Stellen und außerdem werden uns in den nächsten Monaten zwei Mitarbeiterinnen in Mutterschutz verlassen“, so beschreibt Gerhard Oechsle, der Geschäftsführer von Respofit in Geislingen, die Situation. In den letzten Jahren habe er zudem nur zwei Bewerbungen gehabt. Zu wenig, um den Personalbedarf mit qualifizierten Mitarbeitern zu decken.

Ähnliches berichtet auch Andreas Cerrotta aus seiner Praxis physiomed in Eislingen. Damit die Patienten nicht noch länger auf einen Termin warten müssen, springen er und seine Mitarbeiter in den regulären Pausen und am Feierabend ein. „Eine sehr unbefriedigende Situation, dauerhaft am Limit zu laufen. Das ist sehr ermüdend und demotivierend“, so Cerrotta.

Die aktuelle Situation in den Praxen bestätigt auch Patrick Schümann aus Geislingen. Der medizinische Masseur und Therapeut behandelt zwar nur Privatpatienten, doch deshalb sind seine Personalprobleme nicht gelöst. „Ich habe inzwischen sogar einen Personaldienstleister engagiert, der für uns Ausschau nach Mitarbeitern hält. Bislang jedoch mit wenig Erfolg. Ändert sich alsbald nichts, will Schürmann versuchen, aus dem benachbarten Ausland qualifizierte Kräfte anzuwerben.

 

Die Ebbe auf dem Arbeitsmarkt hat für die Physiotherapeuten gleich mehrere Ursachen. Zum einen ist es die dreijährige Ausbildung, die überwiegend in Privatschulen erfolgt. Die Gebühren sind von den Schülern zu tragen und liegen bei rund 400 Euro im Monat. Auch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die der Neueinsteiger nach der Ausbildung absolvieren sollte, um möglichst flexibel einsetzbar zu sein, trägt man selbst. „Das summiert sich ganz schnell auf hohe Beträge“, weiß Patrick Schürmann.

Geld, was man als dann gut qualifizierter Therapeut kaum wieder verdienen kann. Denn die Arbeit wird im Verhältnis zu anderen Berufen schlecht entlohnt. „Das was wir für unser Heilmittel bekommen liegt im Niedriglohnbereich. Kein Handwerker würde für einen solchen Stundenlohn arbeiten können und wollen“, so Andreas Cerrotta. Die Vergütung durch die Kassen sei so schlecht, dass sich die durch Hin- und Rückfahrt zeitintensiven Hausbesuche erst recht nicht mehr lohnen, weiß Gerhard Oechsle. Leidtragende seien hier vor allem die Gehbehinderten und Bewohner in Seniorenheimen. Gut ausgebildete Physiotherapeuten verdienen in den ersten Jahren selten mehr als 2000 Euro im Monat, weiß Cerrotta. „Zu wenig, um eine Familie zu unterhalten.“

Der demografische Wandel wird in den nächsten Jahren die Nachfrage nach Physiotherapie noch einmal erhöhen. Um den Zusammenbruch der Branche zu vermeiden, sei eine Reform der Ausbildung unumgänglich, meinen die Physiotherapeuten. Wie diese aussehen könnte, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Kostenlos müsste sie aber sein und eventuell bisherige Zusatzqualifikationen beinhalten. Auch die Akademi-sierung der Ausbildung, so wie in den meisten europäischen Ländern schon lange Praxis, könne der richtige Weg sein, um junge Menschen wieder für den Beruf zu begeistern.

Schließlich müsse die Bezahlung besser werden. Hier sehen die Therapeuten vornehmlich die Kassen in der Pflicht. „Die haben lieber mehrere Milliarden Euro auf der Seite, anstatt die Heilmittelvergütungen entsprechend heraufzusetzen“, schimpft Andreas Cerrotta. Gerhard Oechsle weiß von einem Modellprojekt mit Blanco-Verordnungen, wonach nicht mehr die Ärzte den Patienten die Therapie verordnen, sondern der Therapeut entscheidet, was für den Patienten richtig ist. „Gehört habe ich aber davon nichts mehr“, so Oechsle. Einer solchen Regelung könnte auch Patrick Schürmann etwas abgewinnen. Denn die Ärzte wissen seiner Meinung nach viel zu wenig über die Therapien. „Da werden manchmal 24 Behandlungen vom Arzt verordnet. Dabei sollte der Patient spätestens nach der dritten Behandlung schon eine Veränderung spüren“, so Schürmann. „Spürt er da nichts, macht auch die Weiterbehandlung wenig Sinn.“

Um mit den Kassen über neue Vergütungssätze zu verhandeln, bedürfe es einer starken Interessenvertretung der Physiotherapeuten. Diese sei aber nicht in Sicht. Es gebe zu viele Berufsverbände, weshalb hier die Schlagkraft nicht besonders hoch sei. „Es wäre besser, eine große Organisation zu haben, die dann auch gehört wird“, ist Gerhard Oechsle überzeugt. Immerhin arbeiten in Deutschland gut 150 000 Menschen in der Branche. Und die Krankenkasse? Die AOK Neckar-Fils in Esslingen sieht sich auch nach Rücksprache mit der Hauptverwaltung in Stuttgart kurzfristig nicht in der Lage, zur aktuellen Situation Position zu beziehen.
14.2.19

Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie vorgestellt

 

Bestmögliche Versorgung: Bei der gemeinsamen Visite am Patientenbett bringt sich jeder Experte mit seinem Fachwissen ein. (v.l.) Ulrike Kast, Dr. Bernhard Keim, Dr. Timo Deininger, Remzija Nuhic. Foto: Alb-Fils-Kliniken

Kreis Göppingen. Um der stetig steigenden Zahl der Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen gerecht zu werden, haben die Alb-Fils-Kliniken ihr medizinisches Angebot erweitert und bieten den Patienten jetzt ein eigenständiges Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie. Dieses vereint die Disziplinen Pneumologie (Lunge), Thoraxchirurgie (diagnostische und therapeutische Eingriffe im Bereich Lunge), Physiotherapie, Atemtherapie und arbeitet eng verzahnt mit Onkologie, Radiologie und Strahlentherapie sowie Schmerztherapie und Anästhesie zusammen.

 

 Die gemeinsame Leitung des Zentrums übernehmen der Leitende Arzt der Sektion Thoraxchirurgie, Dr. Bernhard Keim, sowie der Leitende Arzt der Sektion Pneumologie, Dr. Timo Deininger. „Zwar haben wir alle auch vorher schon zusammengearbeitet, aber ein gemeinsames Zentrum eröffnet uns noch bessere Möglichkeiten – etwa eine gemeinsame Station, gemeinsame Visiten und Konferenzen, bestens ausgebildetes Personal unterschiedlicher Berufsgruppen in einem Team, eine vereinfachte Dokumentation, kürzere Wege und schnellere Absprachen. Wir bieten dem Patienten damit von der Diagnostik über die internistische oder operative Therapie bis zur Nachsorge alles aus einer Hand und unter einem Dach“, erklärt Deininger das Konzept. Damit bündeln die Kliniken nach eigenen Angaben  als bislang einziges Krankenhaus in der Region die Expertise in der Behandlung von Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und des Mittelfellraums (Brusthöhlenraum) in einem Zentrum.

 

Dem Medizinischen Geschäftsführer Dr. Ingo Hüttner ist die Interdisziplinarität des Teams und die damit verbundene bestmögliche Versorgung von Patienten mit pneumologischen Erkrankungen ein großes Anliegen: „Unser bisheriges Spektrum im Bereich der Pneumologie und der Thoraxchirurgie haben wir nun verbessert und erweitert – mit dem eigenständigen Zentrum haben wir ein spezialisiertes Angebot auf sehr hohem medizinischen Niveau geschaffen." Ein weiteres Ziel sei es, ein Kompetenzzentrum für Lungenerkrankungen in der gesamten Region zu werden. „Kein Betroffener soll mehr nach Stuttgart oder Ulm ausweichen müssen, weil er befürchtet, hier keine optimale Therapie zu erhalten. Vielmehr sollten auch die niedergelassenen Fachärzte die Gewissheit haben, dass ihre Patienten bei uns optimal diagnostiziert und behandelt werden – von der Lungenentzündung bis hin zu sehr komplexen chirurgischen Eingriffen an Lunge und Organen im Brustkorb“, betont er. Denn: Zum Erfolg eines Lungenzentrums tragen die niedergelassenen ärztlichen Kollegen ganz maßgeblich bei. Nur im Schulterschluss mit Hausärzten, Pneumologen und weiteren Fachärzten könne man Patienten mit Lungenerkrankungen erfolgreich im Team behandeln.

 

Zu den besonderen Schwerpunkten des Zentrums gehören die internistische und operative Therapie vor allem bei Lungentumoren (gemeinsam mit dem onkologischen Schwerpunkt OSP) und chronischen Lungenerkrankungen wie COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung), Emphysem oder Asthma. Bei drohendem Atemversagen verfügt das Zentrum zudem über das gesamte Spektrum der nicht-invasiven und invasiven Beatmungsmedizin – von der künstlichen, extrakorporalen maschinellen CO2-Entfernung über die Entwöhnung von Beatmungsgeräten bis zur Überführung in die Heimbeatmung. „Mit diesen speziellen Kompetenzen im Bereich der invasiven und der nicht-invasiven Beatmung chronisch kranker Patienten zählen wir bereits heute zu den führenden Einrichtungen für Beatmungsmedizin in der Region“, weiß Deininger. Neu gegründet wurde zudem eine außerklinische Beatmungsstation. Dabei handelt es sich um eine spezielle Station mit vier Einzelzimmer-Betten, die zur Überführung von Beatmungspatienten aus der Klinik in den ambulanten Bereich dient. Gleichzeitig bietet sie eine Anlaufstelle bei Problemen oder Kontrollen häuslicher Beatmung jeglicher Form.

 

Eine weitere wichtige Säule in der erfolgreichen Therapie von Lungenerkrankungen bildet die Thoraxchirurgie. „Wir können unseren Patienten aufgrund der technischen und personellen Ausstattung unserer Abteilung alle gängigen modernen Behandlungsmöglichkeiten der Thoraxchirurgie anbieten. Im vergangenen zwei Jahr wurden rund 250 Operationen an der Lunge durchgeführt, die Mehrzahl davon in modernster „Schlüssellochtechnik“. „Die große Anzahl der Operationen zeigt, wie viele Menschen von Lungenerkrankungen betroffen sind und wie wichtig es für sie ist, eine umfassende und vor allem schnelle Behandlung unter einem Dach zu erhalten“, so Keim.

 

„Insgesamt kann die Therapie von Lungenerkrankungen heutzutage sehr individualisiert, auf den einzelnen Kranken bezogen, durchgeführt werden. Auch Menschen, die an seltenen Lungenerkrankungen leiden, brauchen eine kompetente fachärztliche und atemtherapeutische Hilfe. Deswegen entstehen einige wenige Spezialzentren, die diese Untersuchungen und Therapien durchführen können wie sie am neuen Zentrum in Göppingen angeboten werden“, klärt Deininger auf.

18.1.19 unser-stauferland.de

Alb-Fils-Kliniken starten Image-Kampagne mit 13 Gesichtern

 

 

 

Vier Köpfe der Image-Kampagne der Alb-Fils-Kliniken (Klaus Schurr, Anne Breitenbücher, Anneliese Hermes und Alexander Knezevic (v.l.) vor der Proträts weiterer Protagonisten und mit den Klinik-Geschäftsführern Dr. Ingo Hüttner und Wolfgang Schmid (v r.). Foto: Alb-Fils-Kliniken

Kreis Göppingen. „Wer in seinem Fach Spitze sein will, der muss über den Tellerrand schauen – in der Gastronomie wie in der Medizin“. Der Mann, der das sagt, ist Sternekoch Rolf Straubinger vom Restaurant Burg Staufeneck in Salach. Er gehört mit zwölf weiteren Landkreis-Promis zu den Protagonisten einer Image-Kampagne, die die Alb-Fils-Kliniken am Montag gestartet haben.

Auf Großflächenplakaten, Litfaßsäulen, City-Light-Plakaten und auf einem Bus sprechen sich die 13 bekannte Persönlichkeiten aus dem Landkreis für die Kliniken aus. Mit von der Partie sind Landrat Edgar Wolff, die Oberbürgermeister Guido Till, Göppingen, und Frank Dehmer, Geislingen, sowie die Bürgermeisterin der Gemeinde Schlat, Grudrun Flogaus, der ehemalige Arbeitgeberpräsident Professor Dieter Hundt, der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Dr. Frank Genske, der Unternehmer Ulrich Weiss, die Künstlerin Anneliese Hermes, die Vorsitzende des Kreisland-Frauenverbands Göppingen  Anne Breitenbücher, Rolf Straubinger und Klaus Schurr vom Restaurant und Hotel Burg Staufeneck, Aleksandar Knežević, Trainer der Frauenmannschaft Frisch Auf Göppingen, sowie Klaus Meissner, Vorstand Privat- und Geschäftskunden der Kreissparkasse Göppingen.

Nicht nur die Negativ-Schlagzeilen des vergangenen Jahres haben die Klinik-Chefs Dr. Ingo Hüttner und Wolfgang Schmid zur der Kampagne veranlasst, mit der man das ramponierte Ansehen der Kreiskliniken wieder aufpäppeln will. Man habe auch bei vielen Menschen im Kreis, darunter Kreis- und Gemeinderäte festgestellt, wie wenig die exzellenten Leistungen des Hospitals bekannt sind. Die Imagekampagne will auch Informationslücken schließen. Die neugestaltete Klinik-Homepage, die ab Februar ins Netz geht, soll ein übrigens tun, um über die medizinischen Angebote zu informieren.

Die im vergangenen Jahr begonnene Bürgerinformationsaktion „Nah dran“ soll zudem 20219 fortgesetzt werden.   „Wir freuen  uns sehr, dass alle Protagonisten sich so spontan und überzeugt beteiligt haben. Das Engagement wird sicherlich dazu beitragen, das besonders herauszustellen, was die Alb-Fils-Kliniken ausmacht: Ein Ort, der jeder Zeit eine rundum gute medizinische Versorgung bietet.“ Nachhaltigkeit verspricht sich auch der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schmid: „Wir konnten Persönlichkeiten aus den wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens gewinnen, die von uns als dem Klinikum der Region überzeugend sprechen und auch überzeugt sind.“  
14.1.19
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Stabwechsel im Vorstand der Kliniken Ostalb

 

 

Ostalbkreis. Der Vorsitzende des Vorstands der Kliniken Ostalb, Axel Janischowski, wird im ersten Quartal 2019 ausscheiden. Darüber informieren jetzt die Landkreisverwaltung und Kliniken Ostalb. Nach 24 Jahren erfolgreicher und für den Ostalbkreis wertvoller Managementtätigkeit im Gesundheits-/Krankenhauswesen, zuletzt in der Konzeptionsphase einer neuen Unternehmensform für die drei Kreiskliniken im Jahr 2016 und der erfolgreich abgeschlossenen Transformationszeit, stehen in den Kliniken Ostalb ab 2019 wichtige Sanierungsprojekte mit einer Laufzeit von drei bis fünf Jahren an. Aus diesem Grund wurde einvernehmlich im ersten Quartal 2019 ein Stabwechsel im Vorstand der Kliniken Ostalb vereinbart. Landrat Klaus Pavel gab die Veränderung an der Spitze der Kliniken Ostalb im Rahmen einer Mitarbeiterveranstaltung bekannt. Er dankte Janischowski für sein über zwei Jahrzehnte langes erfolgreiches Engagement zunächst für das Ostalb-Klinikum und ab 2017 für alle Kliniken in Trägerschaft des Landkreises und würdigte seine Verdienste für die hervorragende stationäre Versorgung im Ostalbkreis sowie bei der Entwicklung vieler neuer bemerkenswerter Leistungsangebote.
21.12.18
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Mensa in der Rauchbeinschule wird sehr gut angenommen

 

Mensabesichtigung in der Rauchbeinschule in Gmünd. Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd (sv). Der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse besuchte mit dem Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, Peter Krebs, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Ulrich Weik, Architekt beim Amt für Gebäudewirtschaft, am Dienstag, 6. November, die neue Mensa in der Rauchbeinschule. Der Rektor Klaus Dengler und die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Müller stellten das Mensa-Team vor. Die Baukosten in Höhe von 205.000 Euro sind gut investiert, sagte der Schulleiter Klaus Dengler. Täglich holen sich bereits zwischen 50 bis 90 Kinder ihr Mittagessen. Das ist ein wichtiger Schritt zum Ganztagesbetrieb der Schritt für Schritt umgesetzt wurde und dazu gehört ein gesundes und vollfertiges Mittagessen, sagte der Schulamtsleiter Klaus Arnholdt. Für einen abwechslungsreichen Mittagstisch sorgt die Kooperation mit dem Maultäschle mit Inhaberin Uta Stutzmann. Dank der flexiblen Küchenausstattung kann die "cook and chill-Kochmethode" angewandt werden. Das Essen wird frisch gekocht und kurz vor der Fertigstellung auf drei Grad heruntergefrostet. Dadurch wird der Garprozess sofort unterbrochen und die Vitamine bleiben in den Zutaten. In kalter Anlieferung wird die Fertigstellung der Speisen dann in der Mensa weitergeführt mit dem endgültigen Garprozess. Der hell eingerichtete Speiseraum lädt angrenzend zum Schlemmen und Genießen ein. Die Bauphase dauerte circa ein Jahr die zügig nach jeweiligem Bauabschnitt durchgeführt wurde in Absprache mit dem Denkmalamt. Das Schulgebäude ist denkmalgeschützt.
6.11.18 unser-stauferland.de

Auszeichnung für Wirbelsäulenzentrum



Keis Göppingen. In die  Alb-Fils-Kliniken kommen jährlich mehr als 2 000 Patienten mit Verletzungen oder Beschwerden an der Wirbelsäule. Die Diagnosen reichen vom Wirbelbruch über den Bandscheibenvorfall bis zur Verengung des Spinalkanals. Dass sich die Patienten hier in guten Händen befinden, haben die Kliniken jetzt in einer Prüfung durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle unter Beweis gestellt. Das Orthopädisch-Unfallchirurgische Zentrum, kurz OUZ, von Chefarzt Professor René Schmidt wurde jetzt von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) als „Wirbelsäulenzentrum Level 2“ zertifiziert und gehört damit nun deutschlandweit zu einer von nur rund 40 Einrichtungen dieser Art. „Diese Auszeichnung macht uns sehr stolz. Sie ist der Beweis dafür, dass Patienten mit jeglichem Wirbelsäulenproblem bestens versorgt sind. Ob Verletzungen, Krebserkrankungen, Entzündungen oder Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule – bei uns erhalten alle Patienten eine optimale Behandlung nach höchsten wissenschaftlichen Standards“, erklärt Professor Schmidt. Dr. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer der Alb-Fils-Kliniken, gratulierte Professor Schmidt und seinem Team für die hervorragende Arbeit: „Diese Zertifizierung zeigt deutlich, welche Erfolge wir erreichen können, wenn wir die Potenziale bündeln.“
6.11.18
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Zertifikate für pflegende Angehörige

 

 

Bei der Zertifikatsübergabe: Lydia Wünsch, Gertraud Stegmaier-Gernhuber, Gabriele Zink, Sonja Hoffmann, Petra Barth, Jutta Herbst, Barbara Betz, Susanne Schweizer, Ulrike Knödler, Renate Wahl, Hermann Maihöfer, Monika Schurr, Marion Rüger, Uli Bopp, Margarete Laskowski (v.r.). Foto: Stadt Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd. Zertifikatsübergabe in der Spitalmühle Schwäbisch Gmünd.  Neun Abende, vollgepackt mit Informationen und praktischen Übungen, haben ihren Abschluss gefunden. Zu Beginn spielte Christian Saile am Piano. Während beim Auftakt vor acht Wochen 20 fremde Menschen in einer Runde saßen, so war die Atmosphäre bei Zertifikatsübergabe recht locker, offen und zugewandt: man hat sich zugehört, sich voneinander erzählt und sich gegenseitig Tipps gegeben. Die Abschlusszertifikate wurden mit einer Rose persönlich im Gespräch von Astrid Wiesner vom Pflegestützpunkt und Manuela Grehl von Vinzenz ambulant als Mitglieder des Netzwerks ambulante Dienste an die Teilnehmer übergeben. Renate Wahl, Leiterin der Spitalmühle, würdigte in ihrer Ansprache die "stillen Helden", die ganz im Sinne der Hospitalstiftung kranke und unterstützungsbedürftige Menschen im Alltag versorgen. Durch die Mitarbeit von Bürgermentor Egon Behr gibt es einen neuen Gesprächskreis für pflegende Angehörige. Zum Auftakt treffen sich spontan acht Menschen zum ersten Mal am Donnerstag, 22. November, 18 Uhr, in der Spitalmühle zum Austausch. Informationen über den Gesprächskreis für pflegende Angehörige sowie Infos rund um das Thema gibt Sonja Hoffmann unter der Rufnummer 07171/603-5082.
30.10.18
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Sattelfeste Psychotherapeuten ausgebildet

 

 

 

 

der neunte Jahrgang der Christophsbad-Akademie hat gerade seine Ausbildung zu Psychologischen Psychotherapeuten aufgenommen. Foto: Christophsbad

Göppingen: Im Oktober begann der neunte Jahrgang die dreijährige Weiterbildung in der Christophsbad-Akademie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (C-APP). 2010 wurde die Akademie aus der Taufe gehoben, um mit ihr neue Wege in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zu beschreiten. Theorie und Praxis an einem Ort sowie mit einer Ausbildungsvergütung – dieses Modell sucht bundesweit immer noch seinesgleichen. Erfolgreiche Teilnehmer dürfen als psychologische Psychotherapeuten eigenverantwortlich Behandlungen durchführen. Sie erhalten nach der Prüfung durch das Regierungspräsidium die Approbation.

 

„Arbeitgeber, die ausbilden, haben die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Wir bilden Psychotherapeuten aus, die das Mosaik der Multiprofessionalität nutzen und schätzen. Bei uns umfasst die praktische Ausbildung nicht nur das vorgeschriebene absolute Minimum und dabei soll es bleiben. Der Abschluss bei uns soll ein Qualitäts- und Erfahrungssiegel sein“, erklärt Bernhard Wehde, Geschäftsführer des Klinikums Christophsbad. Seit 2010 wurden 24 Psychologen mit Diplom oder Masterabschluss am C-APP zu Psychologischen Psychotherapeuten approbiert.
29.10.18
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Forscher suchen Wege aus der Pflegekräfte-Misere

 

 

Esslingen. In vielen Branchen händeringend Fachkräfte gesucht – im Bereich Pflege ist der Mangel jedoch besonders groß. Erste Ergebnisse des Forschungszentrums ZAFH care4care an der Hochschule Esslingen zeigen, dass die Situation zwar sehr ernst ist, dass die Branche aber versucht, diesem Zustand entgegenzuwirken. Es zeigt sich allerdings auch, dass die Handlungsmöglichkeiten der Einrichtungen begrenzt sind. Deshalb müssen sich aus Sicht der Wissenschaftler die verschiedenen Akteure mehr zusammenschließen, um die Anzahl an Fachkräften zu erhöhen und damit den dringend notwendig Fachkraftbedarf zu decken. So sind beispielsweise auch Kommunen gefordert, sich mehr als bisher des Themas anzunehmen.

Das Forschungszentrum ZAFH care4care an der Hochschule Esslingen untersucht im Verbund mit anderen Forschungseinrichtungen, wie Pflegefachkräfte gewonnen werden können und dauerhaft zufrieden und gesund in ihrem Beruf bleiben. Auf der Basis verschiedener Befragungen, die von Juni 2018 bis Mai 2019 durchgeführt werden, werden Vorgehensweisen bei Personalgewinnung und -bindung in der Pflege ermittelt und entwickelt.

Der Forschungsverbund ZAFH care4care wird zunächst bis Februar 2020 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unter Einbindung von Strukturfondmitteln der EU (EFRE) gefördert. In dem Verbund haben sich die beiden Hochschulen Esslingen und Ravensburg-Weingarten mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Tübingen zusammen­geschlos­sen. Gemeinsam wollen die Partner zukunftsweisende Strategien entwickeln, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken.
29.10.18
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Schlaganfall-Behandlungen im Klinikum Christophsbad steigen

 

 

Göppingen.  Seit April 2018 ist das Klinikum Christophsbad als zertifizierte „Regionale Stroke Unit“ für die Versorgung der Schlaganfall-Patienten im Landkreis Göppingen zuständig. Die Zahl der Patienten mit einem Schlaganfall, die in der akuten Phase ins Christophsbad gebracht werden, ist seitdem deutlich gestiegen. Die Versorgung der Patienten wird rund um die Uhr von einem großen interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten sichergestellt. Anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tages mit dem Motto "Ein Schlaganfall trifft nie einen Menschen allein – Fokus Angehörige" macht das Klinikum mit einem Kinospot auf die lebenswichtige, schnelle Erste Hilfe aufmerksam, damit Laien die Anzeichen eines Schlaganfalles sofort erkennen.

 

„Seit Jahren steigen die Zahlen der Schlaganfall-Patienten, durch die Zuständigkeit im Landkreis ist – wenig überraschend – dieses Jahr ein besonderer Anstieg zu bemerken“, resümiert Prof. Norbert Sommer, Chefarzt der Klinik für Neurologie. „Zudem werden Thrombektomie-Patienten aus anderen Kliniken zu uns überwiesen, vor allem aus dem neurovaskuläre Netzwerk Ostwürttemberg. Letztes Jahr haben wir 48 Thrombektomien durchgeführt, 2018 sind wir im Oktober bereits bei über 60 Patienten“, berichtet Prof. Bernd Tomandl, Chefarzt der Klinik für Neuroradiologie. Zwei zertifizierte Neuroradiologen führen an 365 Tagen im Jahr mechanische Thrombektomien durch. So können mehr als 85 Prozent der verschlossenen Hirngefäße wieder geöffnet werden. Das Klinikum Christophsbad ist Teil des neurovaskulären Netzwerks Ostwürttemberg und eine von 204 Kliniken in  Deutschland, die das lebensrettende Verfahren beherrschen.

 

Im Jahr 2017 gab es 417 Notfall-Schlaganfall-Fälle, 43 mehr als 2016. Dieses Jahr sind es Mitte Oktober bereits 558.

„Für die Behandlung eines Schlaganfalls wird nicht einfach nur ein Arzt benötigt“, erklärt Sommer, Chefarzt der Neurologischen Klinik im Klinikum Christophsbad. Die Erfahrungen im Christophsbad zeigen, dass 5 bis 30 Ärzte pro Abteilung nötig sind, davon muss die Hälfte eine Facharzt-Ausbildung absolviert haben und pro Person fallen etwa 5 bis 7 Nacht- und Wochenenddienste pro Monat an. Ebenfalls 25 bis 30 Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten nur auf der Schlaganfall- und Intensivstation im Drei-Schicht-Betrieb, mit Dienst an jedem zweiten Wochenende. Um zur richtigen Diagnose zu gelangen, sind 10 Personen der Labor- und Funktionsdiagnostik im Dauereinsatz und 10 Personen der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie teilen sich die 24-Stunden-Bereitschaft. Etwa 40 Personen der Logopädie, Physio- und Ergotherapie arbeiten – ebenfalls mit regelmäßigen Wochenendbetrieb - mit den Patienten an der Gesundung. Zusätzlich werden drei Personen des Sozialdienstes benötigt, um die korrekte Behandlung auch nach der Entlassung sicherzustellen. Insgesamt sind im Christophsbad etwa 250 Menschen an der Versorgung neurologischer Patienten tätig.
23.10.18
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Schwäbisch Gmünd bleibt herausragendes Kindermedizin-Zentrum



Schwäbisch Gmünd (sv). Der Gesundheitsstandort Schwäbisch Gmünd wird mit der Stauferklinik in Mutlangen ein überregional wichtiges Zentrum für die Kindermedizin und die bestmögliche Versorgung von frühgeborenen Kindern bleiben. Dies unterstreicht der Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold nochmals mit Blick auf Nachfragen von besorgten Bürgern aus der Raumschaft.

"Ich bin Landrat Klaus Pavel dankbar für seine klaren Worte in der jüngsten gemeinsamen Sitzung von Mutlanger und Gmünder Gemeinderäten," so Oberbürgermeister Arnold. Der Landrat des Ostalbkreises hatte dort gegenüber den Kommunalpolitikern und den Bürgermeistern von Gmünd, Mutlangen und Waldstetten zugesichert, das kindermedizinische Zentrum an der Stauferklinik zu erhalten. Dieses beinhalte dabei auch die Maximalversorgung unserer kleinsten und zuwendungsbedürftigsten "Frühchen" in den höchsten Versorgungsstufen für Babys,  dem sogenannten Level 1 und Level 2.  Pavel unterstrich dabei, dass ein überregional ausstrahlendes kindermedizinisches Zentrum an der Stauferklinik allerdings über diese Angebote hinausgehen müsse, beispielsweise mit tagesklinischen Angeboten, sowie weiteren Bereichen.

Oberbürgermeister Arnold: "Es war wichtig, dass Landrat Klaus Pavel die in Teilen sehr emotional geführte Diskussion um Standorte und regionale Egoismen wieder auf  die Sachebene zurückgeführt hat. Jetzt müssen wir bei der Klausurtagung im November und bei den Erörterungen im Kreistag diese Sachargumente auch in ein effektives und umsetzbares Konzept gießen." Die Bürger der gesamten Region hätten kein Verständnis dafür, dass eine anerkannte, gut aufgestellte und höchstwertige medizinische Versorgung von Frühchen zum Spielball von Kirchturmsdebatten werde. Arnold: "Lassen Sie uns die Frage, ob unser Landkreis unbedingt nur ein Zentrum haben muss, gerne an anderer Stelle - von mir aus auch emotional - diskutieren. Aber nicht auf dem Rücken der hilflosen kleinen Patienten und ihrer besorgten Eltern. Hier zählen die medizinischen Fakten. Und diese wurden ja bereits auch von unabhängiger Expertenseite klar formuliert."   
26.10.18
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Alb-Fils-Kliniken starten Charmeoffensive

 

Kreis Göppingen. Charmeoffensive der untrer einem schlechten Image leidenden Alb-Fils-Kliniken. Um mit den Menschen im Landkreis ins Gespräch zu kommen und diese über die  Kliniken aus erster Hand zu informieren,  finden im November unter dem Motto „Nah dran – Die Alb-Fils-Kliniken vor Ort“ fünf Informationsveranstaltungen an. Nach einer moderierten Gesprächsrunde durch Ralf Currle mit einzelnen Chefärzten über das Leistungsspektrum der Kliniken-GmbH, besteht die Möglichkeit, mit Ärzten, Pflegepersonal und Verwaltungsmitarbeitern an so genannten Thementischen ins Gespräch zu kommen. So sind unter anderem Mitarbeiter aus den Bereichen Pflege, Qualität- und Beschwerdemanagement und Patientensicherheit sowie Klinik-Neubau und Personal vor Ort. Die Termine sind am Mittwoch, 7. November in der evangelischen Akademie Bad Boll, am Donnerstag, 8. November  in der Kapellmühle Geislingen, am  Dienstag, 13. November  im  Uditorium Uhingen, am Donnerstag, 22. November  in der  Carl-Stahl Akademie in Süßen und am Montag, 26. November im  Gasthaus „Roter Ochsen“ Rechberghausen. Beginn jeweils 18 Uhr, Dauer ca. zwei Stunden.  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
24.10.18
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